Meyer Burger Technology AG (WKN: A0YJZX)

200 Meyer Burger Technologie Aktien befinden sich seit dem 28.07.20 zu a 0,132 € (inkl. 3,90 € Ordergebühr) im Aktienblut.de Depot. Meyer Burger (klick) besteht seit 1953. Gestartet ist es als Hersteller von Uhren Stein-Bearbeitungsmaschinen. 1999 gab sich das Unternehmen eine Holdingstruktur und brachte im selben Jahr die erste Bandsäge für die Solarmodulindustrie auf den Markt.

Solarmodul, Meyer Burger, Solarenergie
Solarpark

Ab 2003 begann Meyer Burger mit der Erschließung des russischen, asiatischen und amerikanischen Marktes und trieb mit der Gründung von Tochtergesellschaften in China und Japan seine Expansion voran.

Meyer Burger vertreibt in weiteren Geschäftsbereichen auch noch industrielle Tintenstrahldruck-, Plasma- und Mikrowellensysteme für die Halbleiter- und Optik-Industrie.

Meyer Burger hat in der Vergangenheit seine Maschinen zur Herstellung und Vermessung von Solarmodulen verkauft. Das hat dem Unternehmen nicht viel gebracht. Ihre Technik wurde kopiert und nachgebaut. Die Solarindustrie in “Fernost” konnte ihre Produkte günstiger verkaufen als deutsche Produzenten, und so starb 2019 das letzte in Deutschland Solarzellen produzierende Unternehmen im sogenannten “Solar Valley”. Eine Chronologie der Ereignisse erhaltet ihr hier: klick.

Neustart

Doch nun: Neustart. In einer vor kurzem stattgefundenen Aktionärsversammlung hat sich das Unternehmen das “Go” für eine KE (Kapitalerhöhung) geholt. Mittlerweile hat diese stattgefunden in Form der Ausgabe von neuen Aktien. Nun ist Geld für die Umsetzung der Pläne vorhanden. Im ehemaligen Solarvalley in Bitterfeld-Wolfen und Freiberg werden die leerstehenden Produktionsstätten von Sovello und Solarworld übernommen. Ab 2021 sollen dann Solarzellen und Module selbst gefertigt und vertrieben werden.

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Mit meinem Investment wette ich natürlich auf eine Erfolgsstory. Dieses Vorhaben für Meyer Burger ist die allerletzte Chance einer “Turnaround Story”. Da allerdings das Fraunhofer-Institut ihnen einen Technologievorsprung von drei Jahren bestätigt (klick), aktuell in Europa ganz viel an Maßnahmen ergriffen wird in Richtung eines “Green Deals (klick)” und dem Ausstieg der fossilen Energieversorgung, kann das funktionieren. Des Weiteren werden einige europäische Regierungen und Unternehmen erkannt haben, das eine Auslagerung der Produktion zum Beispiel nach China durchaus ein Eigentor werden kann in Gestalt von unterbrochenen Lieferketten. Die aktuelle Pandemie hat diese Erkenntnis verstärkt. Ich werde mein Meyer Burger Aktienbestand erhöhen.